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Portrait Familie Müller - Landwirtschaftlicher Betrieb in der Uckermark als Koi.green Partner
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Projekt 20. November 2023 4 Min Lesezeit

Flächeneigentümer-Portrait: Familie Müller aus Brandenburg

SL
Sarah Lindemann
Head of Operations

Klaus und Martina Müller bewirtschaften seit drei Generationen einen Hof in der Uckermark. Als die Preise für Ackerland stiegen und Teile des Betriebs immer schwerer rentabel zu führen waren, suchten sie nach Alternativen. Heute sind 45 Hektar ihrer Flächen Teil des Koi.green-Netzwerks – und die Familie hat eine neue Einkommensquelle gefunden.

Die Ausgangslage: Gute Böden, schwierige Zeiten

Der Müller-Hof liegt im Herzen der Uckermark, einer der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Was nach Idylle klingt, bedeutet für Landwirte oft: weite Wege, hohe Logistikkosten und schrumpfende Dörfer.

„Wir haben 180 Hektar”, erzählt Klaus Müller, „aber nicht alle Flächen sind gleich produktiv. Einige Schläge liegen abseits, haben schlechte Böden oder sind schwer zu erreichen. Die haben wir jahrelang mitgeschleppt, obwohl sie kaum Ertrag brachten.”

Der Wendepunkt: Kontakt mit Koi.green

2021 erreichte die Müllers ein Brief von Koi.green. Das Unternehmen suchte Flächen für Kompensationsmaßnahmen – genau in ihrer Region.

„Anfangs war ich skeptisch”, gibt Klaus Müller zu. „Man hört ja viel über Leute, die Bauern über den Tisch ziehen wollen. Aber nach dem ersten Gespräch war klar: Die wissen, wovon sie reden.”

Gemeinsam wurden die Flächen analysiert. Ergebnis: 45 Hektar – drei abgelegene Schläge mit sandigen Böden – waren ideal für Erstaufforstung geeignet.

Die Vereinbarung: Langfristig und fair

Die Müllers schlossen einen Pachtvertrag über 30 Jahre ab. Die Konditionen:

  • Jährliche Pachteinnahmen: Deutlich über dem ortsüblichen Niveau für Ackerland
  • Keine Bewirtschaftungspflicht: Koi.green übernimmt Aufforstung und Pflege
  • Flexibilität: Rückkaufoption nach 20 Jahren, falls sich die Pläne ändern
  • Ökologischer Bonus: Der Hof kann sich als Naturschutz-Partner vermarkten

„Das Beste ist: Wir haben keine Arbeit damit”, sagt Martina Müller. „Die Flächen werden professionell betreut, wir bekommen regelmäßig Updates – und am Jahresende kommt die Pacht.”

Die Transformation: Vom Acker zum Wald

Im Frühjahr 2022 begann die Aufforstung. Auf den ehemaligen Ackerflächen wachsen jetzt:

  • Traubeneichen als Hauptbaumart
  • Hainbuchen und Winterlinden als Begleitbaumarten
  • Ein artenreicher Waldrand mit Sträuchern

„Wenn ich heute über die Fläche gehe, sehe ich schon kleine Bäumchen”, erzählt Klaus Müller. „In 20 Jahren steht hier ein richtiger Wald. Das ist ein gutes Gefühl – wir hinterlassen etwas für die nächste Generation.”

Die Wirkung auf den Betrieb

Die Partnerschaft hat den Müller-Hof verändert:

  • Finanzielle Stabilität: Die Pachteinnahmen sichern einen Teil des Betriebseinkommens unabhängig von Ernteerträgen
  • Konzentration aufs Kerngeschäft: Die verbleibenden 135 Hektar werden intensiver und effizienter bewirtschaftet
  • Imageverbesserung: Der Hof wird als Naturschutz-Partner wahrgenommen – gut fürs Geschäft mit Direktvermarktern
  • Nachfolgeplanung: Die Tochter, die den Hof übernehmen wird, sieht in der Diversifikation eine Zukunftschance

Rat an andere Flächeneigentümer

„Ich würde jedem empfehlen, sich das zumindest anzuhören”, sagt Klaus Müller. „Nicht jede Fläche ist für Aufforstung geeignet, aber wenn es passt, ist es eine echte Chance. Wichtig ist nur: Genau hinschauen, wer der Partner ist. Bei Koi.green haben wir von Anfang an gemerkt, dass die Leute vom Fach sind.”

Martina Müller ergänzt: „Und man tut etwas Gutes. Nicht nur fürs Konto, auch für die Natur. Das ist heute wichtiger denn je.”

Fazit

Die Geschichte der Familie Müller zeigt, wie Landwirtschaft und Naturschutz zusammenfinden können. Kompensationsflächen sind keine Konkurrenz zur Landwirtschaft, sondern eine Ergänzung – die richtigen Flächen am richtigen Ort machen den Unterschied.

Sie besitzen Flächen in Brandenburg und möchten wissen, ob sie für Kompensationsmaßnahmen geeignet sind? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Ersteinschätzung.